Umweltbewusstes Reisen als Tourist in fremden Ländern

Auch ich reise gerne, aber ich versuche dabei auch an den Planeten Erde zu denken. Umweltbewusst Reisen ist nicht schwer und kann sogar Spass machen! Denn die Gewissheit, die Umwelt nicht zu zerstören und auch für nachfolgende Generationen zu erhalten, ist ein tolles Gefühl.

Grundsätzlich sollte jedem bewusst sein, dass der weltweite Flugverkehr ein Umweltkiller ist, und für einen großen Teil des weltweiten CO2 Ausstoss verantwortlich ist. Wer also gerne in ferne Länder reisen möchte, sollte versuchen länger zu bleiben anstatt zwischen Deutschland und Reiseziel hin- und herzupendeln. Denn wer länger bleibt, kann an Land 1 noch Nachbarland 2 und 3 dranhängen. So eine Reise durch mehrere Länder besonders intensiv und lohnt sich mehr als ein kurzer Zweiwochentrip. Wer seinen Flug für die hellen Stunden bucht, spart übrigens auch Treibstoff ein. Denn Nachflüge verbrauchen weniger! Bei Reisen in Nachbarländer sollte eine mögliche Anreise mit dem Zug geprüft werden.

Der sogenannte Massentourismus ist besonders kritisch zu betrachten. Neben den verkehrsbedingten Umweltschäden (also inbesondere Kerosinverbrauch) wird auch die örtliche Umwelt und Umgebung stark verändert. Die Menschenmassen müssen schließlich irgendwo untergebracht werden, und wollen unterhalten werden. Gigantische Infrastruktur- und Bauprojekte inmitten ehemals unberührter Natur sind die Folge.

Die meisten Touristen legen eine hohe Anspruchhaltung an den Tag, was Unterkunft, Kost und Komfort angeht. Eine solche Nachfrage von zahlungskräftigen Kunden wird natürlich bedient – ein Grundsatz, der in diesem Zusammenhang immer gilt. Der betriebene Aufwand, um dieser Erwartung gerecht zu werden, ist in ärmeren Ländern überproportional höher und geht oftmals zu Lasten der Umwelt. Wer daher der regionalen Kost und den Getränken den Vorzug gibt, tut seinem kularischen Erfahrungsschatz etwas Gutes. Wer die fremde Kultur kennenlernen möchte, ist dazu ja eh verpflichtet 😉

Der erzeugte Müll landet meistens auf der Deponie. Im Vergleich zu den modernen Staaten in der Ersten Welt, sind Fähigkeiten vieler Tourismus-Länder auf dieser Welt in Hinblick auf Nachhaltigkeit, Entsorgung und Recycling mangelhaft. Als Tourist sollte man sich daher proaktiv verhalten und versuchen, weniger Müll zu erzeugen.

Es gibt übrigens fast in jeder Region „grüne“ Unterkünfte und Hotels. Diese Einrichtungen sind mit ökologischen Gütesiegeln zertifiziert und müssen nicht unbedingt teurer sein. Oftmals haben sie eine besonders schöne Lage inmitten der Natur.

Was mich auf meinen Reisen immer wieder sehr gestört hat, waren die Einheimischen und ihre gefangenen Wildtiere. Jeder, der schonmal in Thailand unterwegs war, hat wohl schonmal ein Foto mit einem Affen oder einer Kobra angeboten bekommen. Die Tiere werden wild gefangen, und tragen zum Lebensunterhalt ihres „Besitzers“ bei. Eine artgerechte Haltung ist leider nicht zu erwarten. Im Interesse des Tieres sollte auf diese Angebote verzichtet werden. Das gilt ürigens auch für Elephantentouren, oder Tigerfotos (hier gibt es Ausnahmen, z.B. spezielle Schutzeinrichtungen – informieren lohnt sich!)

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