Trekking im Naturpark – Was ist erlaubt?

Wer beim Trekking schon einmal ein Schild mit der Aufschrift Naturpark passiert hat, hat sich bestimmt gefragt „gibt es hier besondere Vorschriften die Ich zu beachten habe“. Vorab ist es nützlich die verschiedenen Gebiete unterscheiden können, denn nicht alle unterliegen prinzipiell den selben Gesetzen. Obwohl fast alle Vogelschutzgebiete, Biosphärenreservate, Naturparks, Natur- und Landschaftsschutzgebiete, sowie Nationalparks für die Öffentlichkeit zugänglich sind, gibt es keine Faustregeln für die jeweiligen Ge- und Verbote an die Du dich pauschal halten kannst. Naturparks und Bioreservate beispielsweise unterliegen einem nicht so strengen Reglement wie unsere Nationalparks. Denn deren oberstes Gebot besagt, dass die natürliche Entwicklung zu erhalten ist und durch spezielle Maßnahmen vor nicht gewollten menschlichen Eingriffen geschützt wird. Naturparks unterliegen zwar in den meisten Bundesländern auch einem gesetzlichen Gebietsschutz, der Teil des Naturschutzrechts ist, allerdings sind hier die Vorschriften etwas lockerer.

Was ist beim Trekking verboten?

Für jeden Trekkingfan ist es selbstverständlich das wir uns an der Landschaft und der Tierwelt auf unseren Touren erfreuen können. Ziel des Naturschutzes ist es, das Natur und Landschaft so zu schätzen, zu pflegen und zu entwickeln sind, dass diese als Lebensgrundlagen des Menschen und als Voraussetzung für seine Erholung in Natur und Landschaft nachhaltig gesichert werden. Weshalb auch ein sogenannter leichter Tourismus in den geschützten Gebieten gerne gesehen ist. Hart geahndet jedoch wird das Abladen von Müll. Ein anderer schwerer Eingriff in die Natur ist das Beschädigen oder Vernichten von wildlebende Pflanzen. Darunter fällt leider auch das Pilze Sammeln. Das nicht nur die Pflanzen unter diesem Schutz stehen, sondern auch die Tierwelt dürfte klar sein. Also bitte das Jagdgewehr zuhause lassen. In einigen Gebieten ist es jedoch mit Ausnahme gestattet zu Angeln, allerdings nur im Besitz einer Gewässerkarte. Auch offenes Feuer ist untersagt. Darunter versteht man Lagerfeuer und Grillfeuer (Quelle: Planet Wildnis). Dies gilt auch für offenes Licht wie Kerzen oder Campingkocher. Das Rauchen von Zigaretten ist manchmal auch verboten.

Grauzone Lagern im Naturpark

Du planst eine mehrtägige Trekkingtour, fernab von Gasthäusern oder Hotels. Die wohl häufigste Frage ist: Darf ich in einem Naturpark zelten? Leider ist das Zelten in Deutschland sofern man keinen Campingplatz aufsucht oder sich auf einem Privatgelände befindet, ausnahmslos verboten. Doch für alle Minimalisten unter uns gibt es ein Schlupfloch. Das Biwakieren. Unter der Voraussetzung, das die Betriebszeiten des Parks eingehalten werden, ist es nicht untersagt sich einige Stunden Schlaf zur Wiederherstellung der Wandertüchtigkeit zu gönnen. Es wichtig das Du vorab prüfst ob es für das Trekkinggebiet deiner Wahl Öffnungszeiten gibt, das ist für Naturparks eher eine Ausnahme. Fazit: Du kannst ausgedehnte Trekkingtouren unternehmen, wenn du deinen Campingkocher zuhause lässt und dir z.B. Trockennahrung als Proviant mitnimmst. Das ist auch vorteilhafter für das Gewicht deines Trekkingrucksacks. Kopflampen oder andere LED betriebene Lampe sind dem offenen Feuer vorziehen. Ansonsten einfach nur die Natur genießen ohne etwas aus dem Park mitzunehmen oder da zu lassen.

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